*
Logo

 

 

Ihr regionaler Tierarzt

in Neukirch (Egnach) TG

071 646 02 02

Slideshow Header
img-4314.jpg img-4394.jpg img-4915.jpg img-5202.jpg img-5198.jpg img-5033.jpg
Menu
Sprechstunde

Sprechstunden

Telefon 071 646 02 02

Montag
08:00 Uhr - 12:00 Uhr
  14:00 Uhr - 18:00 Uhr

Dienstag
08:00 Uhr - 12:00 Uhr
  14:00 Uhr - 18:00 Uhr

Mittwoch
14:00 Uhr - 20:00 Uhr

Donnerstag
08:00 Uhr - 12:00 Uhr
  14:00 Uhr - 18:00 Uhr

Freitag
08:00 Uhr - 12:00 Uhr

Wochenende und Feiertage
geschlossen
 

Notfalldienst

Telefon 071 646 07 07
kostenpflichtig


 

Tierarztpraxis

Dr. med. vet Sybil Lüthi
Attenreute 6
9315 Neukirch (Egnach)
 

Kotprobe Pferde

nur noch bei Bedarf entwurmen!

schont das Pferd, die Umwelt und den Geldbeutel

Kotprobe.ch

Entwurmungsschema für Pferde
Bestandesmanagement – Strategiewechsel

Informationen anfordern

Hintergrund

In den letzten Jahrzehnten hat sich die Parasitenbelastung des Pferdebestandes im westlichen Raum Europas verändert. Sowohl die Bandwürmer wie auch die grossen Strongyliden kommen nur selten vor. Eier von kleinen Strongyliden werden jedoch immer wieder in Kotproben gefunden, allerdings auch da meist nur in geringen, nicht krankmachenden Mengen. In vielen Kotproben der Pferde, welche für eine erneute Behandlung vorgesehen wären, findet man bei der quantitativen Kotuntersuchung (McMaster-Methode) keine oder nur sehr wenige Wurmeier, wodurch eine erneute Behandlung meist unnötig ist.
Durch die häufige Entwurmung haben die Parasiten (va. die kleinen Strongyliden) Resistenzen gegen die Wurmmittel entwickelt. Was dazu führt, dass nur noch wenige Präparate wirksam sind. Um Wirkung dieser Präparate möglichst lange zu erhalten und den Pferden einen optimalen Schutz gegen parasitenbedingte Erkrankungen zu bieten wird von den Universitäten Bern und Zürich eine neue Entwurmungsstrategie empfohlen.
 

Neue Entwurmungsstrategie

Ziele der Parasitenkontrolle sind die Gesunderhaltung der Pferde und die Reduktion des Infektionsdruckes auf den Weideflächen. Der zur Erlangung dieser Ziele erforderliche Behandlungsaufwand sollte so gering wie möglich gehalten werden, um eine längere ‚Überlebensdauer‘ der noch wirksamen Entwurmungsmittel zu ermöglichen. D.h. so gezielt wie möglich und dadurch auch so wenig wie möglich zu entwurmen.
Das oberste Gebot ist die Weidehygiene. Mindestens einmal wöchentliches Abäpfeln der Weiden und Trockenplätze hilft die Parasitenbelastung massiv zu reduzieren.
.
Bestände, welche die neue Entwurmungsstrategie einführen möchten sollten wie folgt vorgehen:
 

Beginn der Weidesaison April/Mai

Bestandesanalyse - Analyse der aktuellen Wurmarten im Bestand und Bestimmung der Anzahl Wurmeier im Kot jedes einzelnen Pferdes
Mittels quantitativer McMaster-Methode wird die Anzahl Wurmeier (meist Strongylideneier) pro Gramm Kot bestimmt. Übersteigt diese die Anzahl von 200Eiern/gr Kot muss das betroffene Pferd entwurmt werden. Zudem werden wenn nötig mittels Larvenkultur die grossen und kleinen Strongyliden differenziert, welche man anhand ihrer Eier nicht unterscheiden kann.
Unabhängig von der Höhe der Ausscheidung wird eine Behandlungsempfehlung ausgesprochen beim Nachweis von Spulwürmern, Bandwürmern,  sowie grosser Strongyliden (auf Basis der Larvenkultur).
Es können alle auf die gefunden Wurmarten noch wirksamen Präparate verwendet
werden.
 

Juli, September und November

Weitere quantitative Kotuntersuchungen (Kotprobe Pferde)

1. Jahr

Im Juli, September und November jeweils erneute quantitative Kotanalysen (Bestimmung der Anzahl Wurmeier im Kot jedes einzelnen Pferdes.

2. Jahr

Bei konstant niedrigem Infektionsdruck und konstanter Stallbesetzung können im 2. Jahr nur noch 2 Kotuntersuchungen in den Monaten Mai und August durchgeführt werden.

Dezember (nach dem ersten Bodenfrost)

Auch wenn die Ergebnisse der Kotanalysen und der klinische Zustand während der Weidesaison keinen Anlass zur Entwurmung gegeben haben, sollte als Sicherheitsmassnahme vor dem Winter (nach dem ersten Bodenfrost) ein Kombipräparat (Moxidectin/Praziquantel), welches gegen alle Wurmarten und auch gegen die enzystierten Larvalstadien der Strongyliden wirksam ist, an alle Pferde im Bestand verabreicht werden.

Neue Pferde im Bestand

Von neuen Pferden muss vor dem Einstallen bzw. dem ersten Weidegang eine Kotprobe untersucht werden.

Jungpferde (bis zur 4. Weidesaison)

Jungpferde innerhalb der ersten vier Weideperioden sollten noch nicht in den selektiven Behandlungsansatz einbezogen werden, da das Erkrankungsrisiko in dieser Altersgruppe erhöht ist und diese Tiere besonders stark zur Weidekontamination beitragen. Jungtiere sollten bis zur 4. Weidesaison weiterhin 4x jährlich entwurmt werden.
Ideal wäre es, die Entwurmungsintervalle nach der sogenannten egg re-appearance period (ERP) zu richten. Dies ist die Zeit, nach welcher erneut über 200 Eier/gr Kot gezählt werden können. Sie ist je nach Entwurmungsmittel und Infektionsdruck unterschiedlich und kann durch den Tierarzt ermittelt werden.

Schema zur Einführung der selektiven Entwurmungsstrategie (Kotprobe Pferde)
1. Jahr

Zeitpunkt
Untersuchungsmethode
Behandlung je nach Ergebnis
Mai/April
Ziel: Bestandesanalyse zur Bestimmung der Wurmarten und der Anzahl der Wurmeier pro Gramm Kot
Probenmaterial: Einzelkotprobe von jedem Pferd
Methode: Quantitative McMaster, Larvenkultur
Bei weniger als 200 Wurmeiern pro Gramm Kot ist keine Entwurmung notwendig Bei mehr als 200 Wurmeiern pro Gramm Kot oder bei Auffinden von anderen Eiern als kleinen Strongylideneiern Entwurmung mit einem noch wirksamen Präparat
Juli, September und November (3x Kotanalyse)
Ziel: Bestimmung des Verwurmungsgrades (Anzahl Wurmeier pro Gramm Kot) Probenmaterial Einzelkotprobe von jedem Pferd
Methode: Quantitative McMaster
Bei weniger als 200 Wurmeiern pro Gramm Kot ist keine Entwurmung notwendig Bei mehr als 200 Wurmeiern pro Gramm Kot oder bei Auffinden von anderen Eiern als Strongylideneiern Entwurmung mit einem noch wirksamen Präparat
Dezember (nach dem ersten Bodenfrost)
Keine Untersuchung notwendig
Entwurmung aller Pferde mit einem Kombipräparat
  

Ab 2. Jahr

Zeitpunkt
Untersuchungsmethode
Behandlung je nach Ergebnis
Mai und Juli
(2x Kotanalyse)
Ziel:
Bestimmung des Verwurmungsgrades (AnzahlWurmeier pro Gramm Kot) Probenmaterial:
Einzelkotprobe von jedem Pferd
Methode: Quantitative McMaster
Bei weniger als 200 Eiern pro Gramm Kot ist keine Entwurmung notwendig Bei mehr als 200Eiern pro Gramm Kot Entwurmung mit einem noch wirksamen Präparat
Dezember (nach dem ersten Bodenfrost)
Keine Untersuchung notwendig
Entwurmung aller Pferde mit einem Kombipräparat

zum Angebot

PrinterFriendly
Druckoptimierte Version
Login
Benutzername:

Passwort:

Login automatisch

Passwort vergessen? Jetzt registrieren!
Copyright
© Copyright 2012-2016 by Tierarzt Lüthi | Webmaster
Benutzername:
User-Login
Ihr E-Mail